Bericht „Entwicklung der HSW Freiburg“

Basierend auf einem Interview mit dem Dekan Beat Achermann vom 03. März 2016

Allgemeine Infos zur HSW

Die Gründung der HSW erfolgte im Jahre 1991, allerdings damals noch unter dem Namen HWV: Höhere Wirtschafts- und Verwaltungsschule. Diese besass damals den Status einer kantonalen Institution. Die Umwandlung in den Namen Hochschule für Wirtschaft erfolgte im Jahr 1998. Den Master-Studiengang gibt es erst seit 2008. Als Hauptstudiengang gilt in erster Linie der Bachelor of Science (Bachelor in Betriebsökonomie). Der erste Studiengang dazu startete im Jahr 2005. Drei Jahre später wurden die ersten Absolventen geehrt.

Aktuelle Schülerzahlen: Insgesamt rund 750, wovon 550 im Bachelor, 70 im Master und 130 im Nachdiplom-Bereich (EMBA, diverse CAS). Das aktuelle sprachliche Verhältnis des Bachelor-Studiengangs liegt bei 28% deutschsprachigen und 72% französischsprachigen Studierenden. Das Angebot des Bachelor-Studiengangs in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Englisch) existiert seit dem Jahr 2010.

Der erste Standort der Schule 1991 befand sich ursprünglich an der Berufsschule in Freiburg, bevor man 1992 in die Altstadt von Freiburg umgezogen ist. Zwischen 1996 und 1999 genoss man das Gastrecht an der Ingenieurschule. Im Jahr 1999 erfolgte der Umzug an den Chemin du Musée 4, den heutigen Standort der Schule im Pérolles.

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Entwicklung der HSW in den letzten Jahren

Insgesamt sind wir mit der jüngsten Entwicklung sehr zufrieden. Qualitativ und quantitativ sind wir auf dem richtigen Weg. Dabei werden strategisch wichtige Ziele verfolgt. Von grosser Bedeutung ist die langfristig hohe Qualität, gepaart mit innovativen Konzepten. Wir müssen folgende, wichtige Qualitäten ins Zentrum stellen:

  • Zweisprachigkeit,
  • Unternehmertum
  • Internationale Vernetzung

Einstieg der Schulabgänger in die Berufswelt

Hier sieht es eigentlich gut bis sehr gut aus. Als grossen Vorteil empfinden wir, dass unsere Abgänger Berufserfahrung vorweisen können. Sie wurden bereits mit dem Berufsalltag konfrontiert. Generell wird bei den Firmen die Kombination zwischen Theorie und Praxis sehr geschätzt.

Im Hinblick auf die Sprachen gibt es aber Unterschiede zu Abgängern anderer Hochschulen, denn die sprachliche Zusammensetzung ist zum Teil verschieden. In Olten kann zum Beispiel das ganze Studium in Englisch absolviert werden. Bei uns ist die Sprache insofern ebenfalls von Bedeutung, dass damit fremdsprachige Optionen besucht werden können. Unser Angebot im Master bringen den Studierenden somit mehr Erfahrungen im Bereich Entrepreneurship, welche sehr gefragt sind.

Trümpfe gegenüber anderen Hochschulen

Unsere Lage befindet sich in kulturell sehr interessanter Umgebung. Der Standort Fribourg wird als Brücke zwischen der Romandie und der Deutschschweiz und wegen seiner Lage zwischen den jeweiligen Zentren Lausanne und Bern geschätzt. Ein wichtiger Aspekt dazu stellt die Zweisprachigkeit des Studiums, nun sogar die Dreisprachigkeit dar. Wir sind offen gegenüber internationalen Beziehungen und versuchen diese zu erhalten und weiter auszubauen.

Die Kompetenzen der Schule im Bereich Entrepreneurship können als hoch angesehen werden. Zusätzlich steigern erfolgreiche Start-Ups von unseren Schulabgängern das Interesse und Renommee der HSW Freiburg.

Die HSW Freiburg in der Zukunft

Die Fachhochschulen stehen allgemein vor grossen Herausforderungen. Die strategische Positionierung auf dem Markt gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wegen kommender Finanzknappheit müssen die jeweiligen Stärken in den Vordergrund gestellt werden. Die Arbeit bedarf allgemein einer hohen Qualität. Diese Punkte werden in Zukunft eine grosse Herausforderung darstellen. Die Hochschulen verfügen nach wie vor über ein kontinuierliches Wachstum und erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Die wichtigsten in Zukunft anstehenden Projekte / Veränderungen

In Zukunft sind wir vermehrt mit den Herausforderungen im Rahmen des Online-Teachings konfrontiert. Im Bachelor-Bereich existieren Projekte, welche die Integration von neuen Vertiefungsrichtungen in den Unterricht vorsehen. Diese würden die jetzigen Optionsfächer ersetzen.

Der Versuch, eine Schnittstelle zwischen Management (HSW) und Technik (Ingenieurschule) aufzubauen, scheiterte leider. In Zukunft wird es allerdings als Idee weiterhin in Betracht gezogen.

Ein weiteres Ziel stellt die Schaffung eines zusätzlichen Angebotes im letzten Jahr des Bachelor-Studiums dar. Dies in Form eines Moduls „Kommunikation und Medien“, in welchem sich Studierende vertiefen könnten. Das Bedürfnis dazu wäre sicherlich vorhanden.

Internationalisierung ist ein wichtiges Stichwort. Wir wollen unser Beziehungsnetz weiter ausweiten und somit internationale Kontakte intensiveren und strukturieren. Wir sind daran, Abklärungen zu führen, um eine internationale Akkreditierung zu erhalten. In der Schweiz besitzen nur wenige Hochschulen dieses Label. Es wäre daher sehr interessant, sich damit stärker positionieren zu können.

Das wichtigste Ziel sollte jedoch weiterhin der hochstehende Unterricht sein. Mit dem Effekt, die Schüler gut auszubilden für die bevorstehende Arbeitswelt. Potenzial existiert noch im Nachdiplomstudium. In diesem besitzt die HSW mehr Freiheiten als bei den anderen Studiengängen.

Als Fazit gilt zu sagen, dass wir uns in einem hart umkämpften Markt befinden. Daher ist die Positionierung eminent wichtig bezüglich der eigenen Qualitäten. Zudem versuchen wir, so selbständig wie möglich zu agieren.

Autoren: Flavio Boschung, Joel Providoli und Yvan Schürch

 

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